Überschrift: Aus drei Kindergärten wird ein Kinderhaus

Alle drei Kindergärten haben viel geleistet.
Mehr als ein halbes Jahrhundert lang haben die drei konfessionellen Kindergärten in Heroldstatt erfolgreich gewirkt. Die Anfänge der ersten evangelischen und katholischen Gruppen reichen in die 20er und 30er Jahre zurück. Pädagogisch zeigten sich alle drei Kindergärten schon immer aufgeschlossen und engagiert, auch in Bezug auf den neuen Orientierungsplan für Kindergärten ab 2006, der wesentliche Neuerungen brachte.

Abbildung: Evangelischer Kindergarten Sontheim - Tigerentenvilla

Ev. Kindergarten Sontheim »Tigerentenvilla«

Landesweit einheitlicher Bildungs-standard erfüllt.
Gut ausgebildete Erzieherinnen mit regelmäßigen Fortbildungen erfüllen schon seit Jahren einen landesweit einheitlichen Standard in der Erziehung:
Kindergartenkinder und Kleinkinder sollen unabhängig von ihrem Wohnort gleiche Chancen haben.

Bisherige Kindergartengebäude werden anders genutzt.
Die drei örtlichen Kindergärten wurden jetzt aufgelöst und unter dem Dach des neu gebauten Kinderhauses vereint. Das Kindergartengebäude der Gemeinde Heroldstatt in Sontheim soll verkauft werden. Die Kirchengemeinden in Ennabeuren wollen ihre Kindergartengebäude künftig anderweitig nutzen. Konzepte dazu werden derzeit entwickelt.

Abbildung: Katholischer Kindergarten Ennabeuren - Mariengart

Kath. Kindergarten Ennabeuren »Mariengart«

Neue Herausforderungen durch die Kleinkindbetreuung.
Neue Gesetze zur Kleinkindbetreuung haben die Gemeinden bundesweit vor neue Herausforderungen gestellt. Zusätzlich zu den Kindergartenkindern (3 bis 6 Jahre) müssen die Kommunen bis 2013 ausreichend Plätze für Kleinkinder (1 bis 3 Jahre) zur Verfügung stellen. Eine Aufgabe, die in Heroldstatt mit drei einzelnen Kindergärten nur sehr schwierig zu lösen gewesen wäre.

Abbildung: Evangelischer Kindergarten Ennabeuren - Farbenklecks

Ev. Kindergarten Ennabeuren »Farbenklecks«

Die Kinder und Erzieherinnen nehmen Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Überschrift: Erzieherinnen bringen ihre Erfahrungen ein

Neues Kinderhaus bündelt die Kräfte in der Gemeinde.
Die drei örtlichen Kindergartengebäude hätten erweitert und saniert werden müssen: Für Wickel- und Ruheräume war nicht genug Platz, für eine Ganztagsbetreuung mit flexiblen Öffnungszeiten war nicht ausreichend Personal vorhanden. Die Lösung: Das neue kommunale Kinderhaus bündelt Kräfte und Personal und bietet allen Kindern und Erzieherinnen ein neues Zuhause.

Abbildung: Leiterin Heide Kirschmann mit Kindern

Das Kinderhaus ist den Architekten hervorragend gelungen, wie Leiterin Heide Kirschmann meint:
»Wir sind von Anfang an in die Planungen einbezogen worden.«

Alle drei Kindergärten haben eigene Ideen eingebracht.
Bisher hatte jeder der drei konfessionellen Kindergärten sein eigenes Profil. Daraus ist jetzt etwas Neues entstanden: Bürgerliche Gemeinde, Kirchengemeinden und Erzieherinnen haben gemeinsam ihre Ideen eingebracht und unter dem Dach des kommunalen Kinderhauses Heroldstatt vereint. Kinder mit und ohne Konfession werden in gemischten Gruppen betreut. Alle Erzieherinnen werden weiterbeschäftigt. Die Kirchen wollen mit eigenen Projekten im Kinderhaus aktiv sein.

Wichtige Entscheidungen trifft der Kinderhaus-Ausschuss.
Der Bürgermeister, drei Gemeinderäte, die drei Pfarrer und ein Kirchengemeinderat, entscheiden gemeinsam. Änderungen der pädagogischen Konzeption und der inneren Organisation des Kinderhauses (Betriebskonzeption) werden im Kinderhaus-Ausschuss vorberaten und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt. Die pädagogische Konzeption orientiert sich am Leitbild, das gemeinsam von den bürgerlichen und den kirchlichen Gemeinden unter fachkundiger Mitwirkung der Erzieherinnen beider Konfessionen erarbeitet worden ist.